REISEBERICHT - MAI 2003

 

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Rita macht den ersten Schritt

 

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Es gibt viel zu lernen

 

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Die erste Mahlzeit

 

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Norbert am Computer

 

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Stolze Fahne

 

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Stolzer Besitzer

 

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Taufe mit Ansprache von Werner

 

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Feuchte Einweihung

 

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Wo geht die Reise hin ?

 

Dies ist  ein Reisebericht gewidmet unseren Freunden.

Wir, Rita und Rudy haben uns vor 2 Jahren eine Amel Supermaramu  2000 bestellt , um damit die Welt zu bereisen und die Welt zu umsegeln. 

Es war schon seit der Jugendzeit Rudy’s Traum,  die Welt zu umsegeln und nach 2 angedachten Anläufen, die jeweils der Karriere zum Opfer fielen, sollte nun endlich dieser Traum verwirklicht werden. 

Viele Stunden in den vergangenen 2 Jahren wurden mit dem Sammeln von Informationen, dem Zusammenstellen von Listen von Gebrauchsgegenständen und dem Kauf der gesamten Einrichtung verwendet.

Es ist ein richtiges Hobby, so ein Schiff einzurichten, denn  über 1000 Gegenstände mussten zusammengetragen werden. Nun sind wir startbereit und können unser Boot so einrichten, dass wir wie an Land in einem Einfamilienhäuschen leben können, nur halt eben auf dem Wasser.

Wir haben viele Träume und Gedanken darüber gemacht, was uns erwarten wird, doch wie die Wirklichkeit aussieht, das werden wir erst erfahren, und mit uns, könnt Ihr liebe Freunde durch die Welt ziehen.

 

23.05.03

Letzter Arbeitstag bei Stadler. Letztes Mal die Baustelle in Murten besucht und von Beni verabschiedet. Komisches Gefühl im Bauch.  Kann mir einfach nicht vorstellen, dass nun  alles vorbei ist.

24.05.03

Feiern schönes Geburtstagsfest im Garten bei  Ruth und Peter. Bekomme eine wunderschöne Glocke mit Namen "SAMANTHA" von Bea, Didier und Philippe. Leider ist Familie Patrick nicht dabei, wegen dem Umzug ins neue Heim. Von Oma und Opa bekomme ich ein Gästebuch für's Schiff und von Peter und Ruth ein super Messerset.

25.05.03

Um  9 Uhr starten Rita , Angi und ich nach La Rochelle. Das Auto ist nochmals richtig vollgepackt. Ob wir die 3 Transporte  alle im Schiff unterbringen ?  Komisches Gefühl. Mischung  zwischen Freude, Spannung und Ungewissheit

 

26.05.03

In La Rochelle um 9 Uhr Treffpunkt   Amel-Ponton mit Mr.Olivier, der die Einweisung macht.  Langsam schleiche ich das Boot an. Ist das nun wirklich unser?  Erster Schritt auf's  Boot darf die Rita mit der Angi machen. Nun bin ich auf unserem Boot.  Irgendwie bekannt und doch immer noch fremd.  Schön ist es, unser Schiff . Alles riecht so neu. Alles ist sauber. Hier vernehme ich, dass wir die Einweisung im Schnelltempo durchführen, da am Donnerstag Feiertag und am Freitag Brückentag ist und niemand bei Amel arbeitet. Also ran ans Zeug. Motor und Deck und das ganze Schiff kennen lernen. Es  gibt tausend Sachen, Knöpfchen Schalter Hebel und Sicherungen. Und wo die alle sind !  Ein wahres Labyrinth.  2 Lieferwagen voll von unserem Material bringen die Amel-Leute  zum Boot. Dazu kommt alles was wir noch mitgebracht haben. Bis Mitternacht verstauen Rita und ich all die Schrauben, Nudeln Wäscheklammern und Klamotten und immer noch finden wir Kästen und Backskisten, Schränke und Schaps, die noch was aufnehmen können.  Wir schaffen es nicht auch nur einen bescheidenen Teil zu belegen. Es hat noch viel Platz !  So eine AMEL ist doch schon ganz gross.  Und ich soll das alles händeln ?!  Mitternacht fallen wir völlig geschafft in die neue Kabine und in einen tiefen Schlaf, selbst zum Träumen von dem neuen Leben zu müde.

 

27.05.03

Es sind noch einige Kleinigkeiten und etwas zum Essen einzukaufen, sonst geht der Tag mit Schiffsunterricht weiter. Mr.Stefan weiss so viel über die von ihm installierten Elektronik-Geräte. Nur einen Bruchteil kann ich mir behalten. Aber zum Trost, es gibt 6 grosse Ordner von Amel, da ist alles drin, was auf dem Schiff installiert ist. Gut dass ich einigermassen französisch und englisch kann. Die nächsten Wochen werde ich mir das dann so nach und nach zu Gemüte führen. Viel lernt man ja auch einfach durch Ausprobieren !

 

28.05.03

Weiter geht’s, mit einer Ausfahrt,  alle Segel mal setzen !  Schon sehr komplex, so eine Amel, aber super einfach in der Handhabung, denn Amel hat einfach an fast alles gedacht. Leider haben sie vergessen meinen 2. Anker zu montieren, aber nach einigen Diskussionen gelingt es doch noch, das Ding vorne an den Bug zu kriegen, wo es eigentlich von Anfang an hätte sein sollen. Aber all das nimmt nochmals Zeit weg, die ich hätte zum Lernen gebrauchen können. Nette Nachbarn  am Steg haben wir auch, sie haben das Boot gerade eine Woche vor uns bekommen, jedoch mit einigen Mängeln, so wie sie uns  erklären. Wir haben Glück, bei uns funktioniert alles !

 

29.05.03

Rita und ich sind völlig kaputt. Da heute niemand arbeitet, nehmen wir es auch gemütlich, machen eine kleine Ausfahrt am Nachmittag und gehen abends schön Essen. Indisch ist angesagt ! Jedoch nach der Rechnung, hatte ich das Gefühl, die Inder zu Subventionieren. Eine Frechheit ist es, für ein Händchen voll Fleisch über neun Euro zu verlangen und dann den Reis dazu, der notwendig ist, um überhaupt das Gefühl etwas gegessen zu haben in den Magen zu kriegen, nochmals 7 Euro zu berechnen. Guten Appetit, aber da gehen wir nicht mehr hin.

 

30.05.03

Rita fährt nach Hause und Nachmittags  um 1600 kommt die Überführungscrew.  Werner, Francois, Michael und unser EDV Spezialist Norbert.   Norbert will gleich mit der Installation anfangen und den Bord-PC mit allen seinen Peripherien, (Scanner, ICOM, Drucker, DVD, Photokamera etc) anschliessen.  Weit gefehlt ! Bis Dienstag früh, das heisst  zweieinhalb Tage hätte er Zeit, so aber, wie er mit 1000 Einzelteilen , so vielen Kisten und Werkzeugen angereisst ist, hat er doch einiges vor.  Der Arme, muss sich einigen Spott anhören und immer wieder die Wettabschlüsse unter der Crew erdulden, denn die Meinungen, ob er es bis Dienstag früh schafft, gehen weit auseinander. Jeden Tag und die Nächte dazwischen konstruiert Norbert einen PC mit Kabelanschlüssen, Steckern und Lötstellen. Es will aber einfach nichts funktionieren. Wir bedauern Norbert , in einer so engen Werkstatt eine komplette Anlage bauen zu müssen. Hätte er doch besser zu Hause alles aufgebaut und ausprobiert, wäre doch viel einfacher gewesen !

 

31.05.03

Während  Norbert sich die Zeit mit PC bauen und Rauchen um die Ohren schlägt, gehen wir anderen Vier auf Entdeckungsreisen. Auf der Insel Rey, gibt es herrliche Austernzuchten und in den Restaurants kann man die auch schön frisch serviert bekommen. Werner lässt es sich nicht entgehen, diese Tiere gleich dutzendweise zu verschlingen!  Was, wenn es wahr ist, dass Austern potenzsteigernd sind?