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Brigitte am Ruder

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Die schöne Stadt Simi

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Das Kloster am Berg

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Die malerische Insel IOS

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Gitte in der Küche

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Ungewohnte Bienenzucht

Blaue Lagune von Zakintos

Die einzig schöne Bucht im Süden von Zakinthos

Keffalina, eine geschützte Bucht

Festung im Süden vom Pelopones

Früher Morgen in Pylos

Kanal von Lefkas

Alleine durch die schmale Öffnung

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Vor Korfu

Zurück im Hafen Korfu

Francois kommt wieder

Am Cap Leucat

Treffen mit Mario in Sibari

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Vor der Küste Sizilien, Wäschetag

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Fisch gefangen vor Crotone
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31.8.04
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Ich schlafe weiter und geniesse die Ruhe.
So, nun ist sie da,
die Brigitte. Wir fahren aber noch nicht weg, denn ich
lasse neuen Besuchern immer erst einen Tag „ Angewöhnungszeit “ damit sie sich
ans Schaukeln und den Geruch im Schiff gewöhnen.
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1.9.04
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Das heisst wieder einmal auf Wanderschaft zu gehen. Ihr
wisst ja zwischenzeitlich bereits, dass Segler gute Beine zum Wandern, (von
einer Behörde zur andern) haben müssen. In
dieser Beziehung macht auch Rodos kein Unterschied. Beim Hafenmeister , der
letzten Instanz vor der Abreise, bin ich 3 Mal vorbeigegangen. Jedes Mal war er
nicht im Bureau und ich konnte wieder zurück zum Schiff (nur 500 Meter). Schlussendlich hatte der Hafenkapitän mit mir verbarmen
und zeigte sich bereit, mich beim Schiff abzuholen, sowie der Hafenkapitän im
Bureau auftauche. Eine Stunde später holte er mich tatsächlich mit seinem
Roller ab. Griechen sind wirklich nette Leute !
Ab geht’s, zur nahe gelegenen Insel Symi. Simi ist der Hauptort und verdient ein Lob
für die besonders reizvolle Architektur. Das Städtchen ist einfach schön und eigenartig. Dementsprechend viele Schiffe
laufen Simi an. Der Anker hält nur sehr bescheiden, so steht es auch im
Hafenbuch. Die sich gegenüberliegenden
Schiffe legen entsprechend viel Kette aus, was unweigerlich zum „ Ankersalat „
und aufregendem „ Hafenkino „ führt.
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2.9.04
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Zwischen dem türkischen Festland und Kos dreht der Wind
auf. Immer heftiger, bis 35 Knoten.
Wir verbringen die Tage mit Doktorbesuch, Spitalbesuch zur
Blutuntersuchung, Apothekengängen und allem was so zur Krankenpflege gehört. Dank
einem gemieteten Skooter, ist das alles nicht so schlimm. Ein Badestrandbesuch mit Brigitte bringt dann
noch etwas Abwechslung ins Programm. Die Ärmste ist bereits 5 Tage in
Griechenland und kam noch nicht dazu sich im Meer zu baden.
Mit geniessen habe ich etwas anderes gemeint, als das, was
uns dann erwartete.
Abends, nachdem die Sonne als glühend roter Ball am
Horizont verschwunden war frischte der Wind auf 20 Knoten auf. Auch die
Windrichtung war ideal und die SAMANTHA rauschte durch die Nacht , es war eine
helle Freude. Mit zunehmender Abendzeit wurden die Wellen immer höher und
ruppiger. Die Wellen waren zum Teil so kurz und steil, dass die SAMANTHA von
einer Welle auf die andere sprang, mit über 8 Knoten ( ca 15 Km/h ) und jedes Mal so hart aufknallte, dass alles am und im
Schiff zitterte. Ich reduzierte die Segelfläche, was zwar zu einer langsameren
und etwas weniger holprigen Fahrt beitrug, allerdings das Schiff mehr
umherschaukelte. Als dann gegen Mitternacht der Wind leicht drehte und wir die
Wellen querab bekamen, hat es mich einige Male fast aus dem Cockpit geworfen. Brigitte
lag im Cockpit auf der Bank und fütterte
regelmäßig die Fische. Ein Seekrankheitszäpfchen (das Sie sich Gott sei Dank)
selber einführen konnte, brachte eine kurze Zeit der Ruhe, danach aber ging es
weiter mit „ Jöööörg“-Rufen und Kapitän Rudy spülte regelmäßig das Freibord mit
dem Eimer. Rita kuschelte sich in der Achterkabine auf der Backbordseite an die
Bettwand und tauchte erst wieder auf, als ich bei der Hafeneinfahrt die Segel
barg. Seit ich bei der Insel Amorgos das
nördliche Kap umrundet hatte, drehte der Wind auf 35 Knoten auf und ich fuhr
nur noch mit Genua im 3. Reff. In der
Früh, kurz vor Sonnenaufgang erreichten die Wellen eine Höhe von mindestens 3 Meter, querab, wie herrlich, ich war es leid, denn ohne sich
irgendwie einzuklemmen konnte man schon
kaum mehr im Cockpit stehen und das Steuern wurde zur Schwerstarbeit, auch wenn
die Ruderanlage der Amel sehr leichtgängig ist, fühlte ich mich wie in einem
Fitnessraum und war auch entsprechend klatschnass. Ausweichen oder
Kursänderung war nicht möglich, denn ich
musste nun die Bucht ansteuern. Erst hinter der ersten Klippe wurde es dann
merklich ruhiger, so dass ich den kleinen Rest des Focksegels einrollen konnte.
Nachmittags wurde der Besuch im berühmten
Chosoviotissa-Kloster, das wir letztes Mal wegen den langen Hosen der Frauen
und den Shorts von Francois und mir verpasst haben, nachgeholt. Es war sehr
interessant zu sehen, wie dieses Gebaude direkt in und unter die Felsen gebaut
ist. Auch interessant war, bei der Andacht, bei der wir beiwohnen mussten, zu
sehen, wie die beiden Mönche das „ Schauspiel“ abhielten. Der eine las in einem
Buch vor, so monoton und schnell, als könnte er die Litanei schon längst
auswendig. Der andere Mönch ließ seine Augen
über die Besucher streifen, wobei
sein Blick bei den Frauen
wesentlich länger haften blieb! Als er
dann an der Reihe zum Gebet war, verdrehte er vor Müdigkeit und langer Weile
dermassen die Augen, dass ich schon befürchtete, er könnte im Stehen
einschlafen. Eine nette Überraschung gab es noch vor dem Verlassen dieser
heiligen Stätte. Uns wurden selbst gemachte Plätzchen und ein Zimtschnaps
serviert. Mönche lassen sich wirklich nicht lumpen.
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7.9.04
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Nach knapp vier Stunden erreichen wir bereits IOS und legen
dort am Quai an. Kurz darauf sind die Damen bereits wieder in Stimmung, so dass
ein „Ankerdrink“ genehmigt werden kann.
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8.9.04
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Leinen los, kurze Wellen, fürchterliches schaukeln, mäßiger
Wind. Seit langer Zeit zum ersten Male wieder ist der Himmel bedeckt. Erst
gegen Nachmittag strahlt die Sonne in bekannter Pracht. Heute ist auch ein Novum, dass ich eine Langarm-Jacke
anziehe, denn der Wind ist merklich kühler geworden. Das Thermometer im Cockpit
zeigt noch knapp 25 Grad an. Nach sechs
Stunden landen wir in Milos, im Hafen von Adamos. Hier waren wir schon einmal,
alles ist bekannt, ausser dass es am Abend nur noch 21 Grad warm ist. Ich
glaube der Winter kommt. Mit Badefreuden ist es ebenfalls vorbei, bei diesem
kühlen Wind und nur noch 21 Grad Wassertemperatur macht das keinen Spass mehr.
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| 10.9.04 |
Fürchterliches
Geheul ums Schiff weckt mich früh auf. Über 30 Knoten Wind im Hafen, das
bedeutet nichts Gutes. Meine Abreise verschiebe ich erst einmal, morgen soll
der Wind nachlassen.
Um 0700 klingelt der Wecker. Ich mache mich Startbereit und
ziehe die dicken Wollsachen an, denn draussen ist es richtig frisch. Ich bin
etwas nervös, denn heute bin ich das erste Mal ganz alleine auf dem
Boot. Obwohl mir Rita beim Segeln nie besonders zur Hand ging, ist es doch ein
eigenes Gefühl alleine zu sein. Ich denke da an Erdmann, der 275 Tage alleine
um die Welt gesegelt ist. Der muss eine gute Moral haben, ist er doch auch nie an Land gegangen all die Tage. Da
habe ich es besser, denn mein heutiges Tagesziel ist ungefähr 46 Meilen entfernt, die Südspitze
vom Peloponnes. Kaum aus der Bucht von Milos hinaus, bläst der Wind mit ständig
20 – 25 Knoten aus Nord-Nordwest. Für meine Route drehe ich auf
Halbwindkurs und genieße die traumhafte
Fahrt in 2- 3 Meter Welle. Die SAMANTHA läuft mit dem Autopilot so
Kursgerecht, dass ich mich unter Deck verziehe und im Skipperbett ein
Schläfchen mache. Dabei habe ich die Eieruhr mit 20 Minuten Einstellung in der
Hosentasche. Aufwachen, rauskucken, feststellen, dass ich ganz alleine bin und
das Schiff sauber auf Kurs fährt, Eieruhr wieder auf 20 Minuten stellen,
weiterschlafen. Späteren Nachmittag kommt das Festland in Sicht. Den ganzen Tag noch kein einziges Schiff
gesehen. In der Nähe des Peloponnes schwächt der Wind ab, aber ich komme
trotzdem noch bei Tageslicht an mein Tagesziel in Neapoli. Das Analegen am
Fährquai, mit Buganker und Heckleinen ist kein Problem. Ich trinke in der
Kneipe ein schönes Bier zur Feier meines ersten Solitärtages.
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13.9.04
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Das Tagesziel Pylos
erreiche ich knapp vor Sonnenuntergang.
Kurzerhand entscheide ich mich heute endlich mal einen
Fisch zu essen, denn diese Spezi hat meinen Menüplan schon seit langem nicht
mehr bereichert. Am Hafen sitze ich in eine Taverne und lass mir einen
gebratenen Fisch servieren. Schade, dass
es dazu kalte Salzkartoffeln
und Gemüse gab, mir wäre es warm lieber
gewesen. Andere Länder andere Sitten. Beim Rückweg zum Schiff kommt plötzlich
ein Mann zu mir und fragt ob ich von der SAMANTHA sei. Auf seine in
Bernerdeutsch gestellte Frage konnte ich dann mit meinem Luzerner Dialekt
antworten. Er war von dem anderen Segelboot, das ich zuvor gesehen hatte. Ich
wurde spontan zu einem Bierchen eingeladen. Toni und Therese, sind für mehrere
Wochen auf ihrer sehr schönen Ketch (
aus Taiwan importiert ) unterwegs und nun auf dem Weg zum Winterlager in
Griechenland. Wir plaudern und schwatzen bis es bald Mitternacht ist. Es war
ein schöner Abend und auch herrlich, wieder einmal jemanden zu haben, mit dem
man ein Schwätzchen halten kann. Morgen werde ich wieder alleine sein, es
erwarten mich ungefähr 80 Meilen nach Zakynthos.
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| 15.9.04 |
Genau um 1600 klingelt die Fischerrute. Es hängt ein Fisch,
40
cm Länge, gelber Thuna,
am Angel.
Trotzdem bleibe ich bei meinem Plan, morgen einen Hafentag
einzuschalten. Abends falle ich in einen totalen Tiefschlaf, denn die 84 heute
gefahrenen Seemeilen und 12 Stunden „ Arbeit “ haben mich ganz schön geschafft.
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| 16.9.04 |
Schlecht geschlafen, Es stank abends wieder ganz
fürchterlich. Lege gleich nach dem Frühstück los. Tagesziel ist Paros auf der Insel Kefallina. Zwei drittel
der Strecke kann ich unter Segel fahren, für den Rest muss der Motor hinhalten.
Das Wetter verschlechtert sich ebenfalls. Die Moral ist nicht die Beste.
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| 18.9.04 |
Meiner Meinung nach gehört die Frau aufs Schiff, denn nur
zu zweit ist es richtig schön.
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| 19.9.04 |
Es ist 1130 Uhr, 110 Tage seit dem letzten Regen. Ich spüre
Regentropfen! Wenn’s beginnt zu regnen,
ziehe ich die Badehose an und werde mich
Duschen lassen! Herrlich wieder einmal Regen zu spüren. (Zu Hause sagen die
etwas ganz anderes!), leider bleibt es bei einigen Tropfen, danach kommt wieder
die Sonne und brennt, dass es im Cockpit gegen 40 Grad warm wird. Dafür gibt es
etwas Wind zum segeln. Abends lege ich im Kanal von Levkas an. Morgen will ich
bei der schon bekannten Brücke durch. Zum Zeitvertreib koche ich ein herrliches
Essen. Es gibt als Vorspeise Fetakäse in der Folie, danach Steaks mit grüner
Pfeffersauce und Pommes, dazu einen Tomaten-Gurkensalat mit reichlich
Gemüsezwiebeln. All das mit einem Glas Rotwein geschmückt, bringt die Moral
wieder in die richtige Position.
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| 20.9.04 |
Ein spartanisches Frühstück ( 1 Kachel voll Tee und etwas
Müsli mit Wasser angemacht ) genügt mir
heute, denn ich bin noch von gestern Abend satt. Ich muss vor 0900 bei der
Brücke sein, denn diese öffnet nur kurz, jeweils zur vollen Stunde. Das schaffe
ich locker, bin auch froh, dass kein Wind herrscht, denn der Brückenwart gibt
nur eine schmale seitliche Öffnung zur Durchfahrt frei. Bei Wind wäre das
äußerst heikel dort durchzuschlüpfen. Nach dem der Vorhafen hinter mir ist und
die freie See vor mir liegt kommt der Wind wie gerufen, 10 bis 15 Knoten weht
er querab. Die SAMANTHA ist in ihrem Element. Eine andere Jacht, die
gleichzeitig die Brücke passiert hat und den gleichen Kurs fährt wie ich,
bleibt förmlich stehen. Ich bin stolz auf meine Amel, und als der Wind auf 10
Knoten zurückgeht hisse ich die Besanfock zusätzlich. Alleine ist das nicht
ganz ohne. Mir rauscht dann auch das Spifall durch die Hand. Gut dass sich das
Ende um den Backstag vom Grossmast geschlungen hat, so konnte ich das Fall mit
einer kleineren Zirkuseinlage wieder bergen. Die Hand brennt ganz schön, trotz
kaltem Wasser.
Bin auf dem Weg nach Kerkyra Korfu, Wind hat es kaum, so
dass ich mit dem Motor nachschieben muss. Späterer Nachmittag fahre ich in den
alten Hafen von Kerkyra ein, binde mich längsseits an ein baufälliges
Ausflugsschiff, das auch schon vor 3 Monaten, als wir dort waren, am Quai lag. Nachdem
ich aus der Stadt, wo ich ein Bierchen getrunken und mich versichert habe, dass
nichts verändert ist, zum Schiff zurückkomme, liegt ein größeres Ausflugsboot
bei mir längsseits. Der Kapitän meinte, ich hätte seinen Platz besetzt. Wir
einigten uns, dass wir wechseln, er Innen, ich aussen. Wir manövrieren beide
um, danach war alles in Ordnung, meinte ich.
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| 22.9.04 |
Den Tag verbringe ich mit 3 Stunden Schiffsputz, Wäsche und
Aufräumarbeiten. Danach muss ich am Grosssegel eine aufgegangene Naht
nachnähen.
Abends kochte ich Dörrbohnen mit Speck und Salzkartoffeln,
Huuuu…., das schmeckt !
Heute Abend kommt François.
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| 24.9.04 |
Wind 25-30 Knoten,
querab, wie könnte Segeln schöner sein. Die Stimmungen am Himmel, mit Wolken,
Sonne und Regen ( diesmal schüttet es wie aus Kübeln ) ist faszinierend. Wir
sind scheinbar alleine auf dieser Welt. Auf der ganzen Überfahrt, 75 Meilen,
sehen wir kein anderes Boot.
Den Fisch, den ich heute gefangen hatte, muss ich alleine
essen, Francois mag diese Art von Fischen nicht.
Mit dem ersten Schimmer am Horizont laufen wir aus. Leider
ist uns der Wind nicht mehr so hold wie Vortags und wir müssen bis spät in die
Nacht segeln. Um 0300 in der Früh laufen wir in Sibari im Fischerhafen ein. Da das
rote Hafenlicht nicht funktioniert (typisch Italienisch) und mein Hafenbuch
nicht auf dem neusten Stand ist, können wir nur mit Hilfe der elektronischen
Seekarte (die sehr genau ist) den Hafen finden und dort einfahren. Francois
vorne am Bug mit dem Scheinwerfer, weißt mir den Weg zu einem Platz zwischen
den Fischerbooten, wo wir herrlich schlafen.
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| 26.9.04 |
Nur wenig Wind, zwei
Drittel der Strecke nach Crotone unter Motor. Fisch gefangen. Um Francois nicht
zu ärgern, verschenke ich den Fisch an den Hafenmeister in Crotone. Der bringt
uns dafür mit seinem Auto in ein Nobelrestaurant, wo Francois und ich wieder
Mal uns zum Essen bedienen lassen wollen.
Die Rechnung war dann so gesalzen, dass uns die scharfe
Sauce an den Spagettis gerade fade
vorkam. Mit dem gleichen Geld konnte ich ganze zwei Wochen gut auf dem Schiff hausen.
Gut gesättigt und durch viele Euros erleichtert haben wir
wenigstens bestens geschlafen, denn im Hafen war es sehr ruhig.
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| 28.9.04 |
Unser Ziel Rocella Ionica erreichten wir gerade bei
Nachteinbruch. Es war wegen der starken Bewölkung früh dunkel. Ein gut
ausgestatteter Hafen mit guten Anlegestegen, jedoch niemand, der sich um die
Neuankommenden kümmert. Ein Holländer, der schon eine Woche dort liegt, meinte,
dass der Hafen kostenlos sei.
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| 29.9.04 |
Im Irish-Pub gibt es
gutes Bier.
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