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16.4.05
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Um 0400 rasselt der
Wecker, draussen regnet es. Die Freude ,
heute zum Schiff nach Sardinien zu
reisen, hält sich in Grenzen. Einesteils freue ich mich, andernteils stinkt mir
die lange Reise bis Olbia alleine zu machen. In Olbia will ich mich mit Christoph treffen, der sich spontan als Mitsegler anbot,
nachdem er mitbekommen hat, dass ich die
SAMANTHA zurück nach Hyeres zu Amel bringen will, um dort dem Wassereintritt zu
Leibe zu rücken. Ein Techniker von Amel wäre selbstverständlich auch nach
Sardinien gekommen, um den Fehler zu beheben. Mir schien es aber gescheiter, das
Boot in Hyeres reparieren zu lassen, da Amel dort viel die besseren
Möglichkeiten hat, steht doch ein ganze Technikerstab zur Verfügung.
Also, in die Hose. Rita hat noch ein paar Sandwichs
und Getränke vorbereitet. Gestern wurden die Sommerreifen auf dem Auto
aufgezogen und der Tank gefüllt. Ich bin bereit für die ca. 1000 Km nach
Civitavecchia, wo ich um 1500 die Fähre nach Olbia über Internet gebucht
habe.
Es regnet und regnet,
die Fahrt ist übel und langweilig. Damit ich nicht einschlafe esse und trinke
ich dauernd, bis der Bauch fast das Lenkrad blockiert. Dann rauche eine Zigarre,
die ich für müssige Abendstunden auf dem Boot gedacht habe. Und das schon um
0800 Morgens !!!!!
Nach Martigny steigt
die Strasse gegen den Grossen St Bernhard. Der Höhengewinn ist solange ok, bis
der Regen sich in Schnee verwandelt, doch, Gott sei Dank, schützt mich die
Galerie und der Tunnel vor unerfreulichen Strassenverhältnissen. Aber, auf der
italienischen Seite, da liegt der Schnee bereits 10 cm und das weit hinunter bis
fast nach Aosta. Ich schleiche, behutsam darauf bedacht, mit den
Sommerreifen nicht ins Rutschen zu
kommen. Halleluja, ich habe ja nur noch 700 km bis 1400 Uhr zurückzulegen. Kurz vor Aosta wandelt der
Schnee wieder in Regen um, leider sind aber die Strassen so, dass man nicht über
100 Km /h fahren kann, will man nicht wegen Aquaplaning eine Kür
vorführen.
Na gut, ich bemerke
bald, dass der Computerausdruck, der knapp unter 1000 km ausgerechnet hat,
irgendwie nicht stimmt, denn wie ich die angegebene Km Zahl, die ich um 1400
erreichen sollt abgespult hatte, war ich noch weit vom Ziel weg. Ich vermute,
dass mein Computer die italienische Fahrweise
, schneiden aller Kurven, bei der Berechnung miteinbezogen hat und ich
somit mehr Km brauchte.
Die letzte Wegstrecke
musste ich dann so richtig Aufdrehen und brauste mit 180, statt mit 110 km durch
die Landschaft. Um 1410 stand ich im Hafen vor dem Ticketschalter, wo
ich das vorreservierte und bezahlte Ticket abholen sollte. Keiner wollte etwas
wissen, die Buchung sei nicht gültig, ich müsse
ein neues Ticket kaufen. Oh, wie viel Freude da aufkommt !
Pünktlich um 1500 legt
die Fähre ab, das Auto unten im Bauch, ich oben im Saloon auf einer Bank mit
einem Bier vor mir auf dem Tisch.
Die Überfahrt mit
einer solch grossen Fähre ist imposant. Von oben auf dem 9.Deck, in ca. 30 Meter
über dem Wasser, hat man das Gefühl, die Fähre wäre ein Gebäude ,das von Wasser
umspült wird.
Nur hin und wieder
kann man die Wellen, die so um die 2 Meter hoch sind ausmachen, dann, wenn sich
eine Welle am Rumpf überschlägt und bis zum 7.Deck hoch spritzt. Ich stelle mir
eben vor, wie wir da unten im gleichen Meer mit unsrer SAMANTHA aussehen würden.
Wir werden es ja in Kürze erleben.
Mit 15 Minuten
Verspätung kommt die Fähre in Olbia an. Christoph wartet am Flughafen. Sofort
legen wir los in der vermeintlichen Richtung „ Navarezze “. Irgendwann kommt mir
alles so eigenartig vor, hätten wir doch von Zeit zu Zeit das Meer sehen müssen,
stattdessen werden die Berge immer
höher.
Nach einem prüfenden
Blick in die Karte bestätigt sich der Verdacht auf „ verfahren“. Nun gilt es in
dem Sardinischen , undurchschaubaren und äusserst verwirrendem Dschungel von
Strassenschildern, bei Nacht unser Ziel doch noch zu finden. Christoph holt zu
unserer Rettung sein GPS-Handy hervor
und leitet mit „ links, gerade aus, rechts „ etc mich bis nach
Navarezze in den Hafen. Würde ich auf einer Karte unsere Fahrt nachvollziehen,
gliche dies einem Schnittmuster oder den Irrfahrten des Odysseus.
Nun gut, wir sind da,
es ist statt 1030 halt schon 0100. Wir
legen uns sofort aufs Ohr.
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17-18.4.05
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Erst hole ich im
Dorf ein Brot, dann frühstücken wir und
fangen sofort mit den Fahrtvorbereitungen an.
Allzu viel ist nicht
zu tun, denn die Inbetriebnahme des
Schiffes ist wesentlich weniger aufwändig wie das Gegenteil, Wasser muss getankt
werden, die Rettungsmittel geprüft und bereit gemach werden, alle Systeme
einschalten und prüfen, die Genua hochzuziehen.
Um 1500 sind wir
soweit, dass wir auslaufen könnten. Könnten habe ich gesagt!
Im Hafen blässt es
ganz ordentlich und die Meteo aus dem Internet, ein Hobby von Christoph, sagt
Starkwind von 7-8 Bfd voraus. Ich
schlage vor, auszulaufen, will aber Christoph nicht drängen, sollte er nicht
auch überzeugt sein. Meine Erfahrung ist die, dass die Meteo, meist nur auf ein grosses Gebiet Aussagen machen
kann, dass man aber die lokalen
Begebenheiten berücksichtigen muss, und das kann zu ganz anderen Situationen
führen. Wir unterliegen an der Ostküste Sardiniens nur teilweise dem Mistral,
solange wir in der nähe der Küste bleiben, draussen kann es viel stärker sein.
Zudem ist meine Devise „ gehen wir mal
sehen, umkehren können wir immer noch und wieder zurück, oder an einen
schützenden Ort einfahren.
Christoph will noch
mal einen starken Kaffee trinken, danach meinte er, könnte er dann
entscheiden.
Vielleicht hat er
etwas Zigeunerblut, denn die können bekanntlich im Kaffeesatz lesen.
Gut, wir fahren
los.
Nach einigen
anfänglichen unangenehmen Böen, die durch die zerklüftete Küstenlandschaft
zustande kommen, segeln wir mit 8-8,5 Kn mit Wind Querab der Küste entlang, die
ganze Nacht und den ganzen Montag durch. Es ist ein Segelerlebnis vom feinsten.
Sogar beim kreuzen der Strasse von Gibraltar, ich bin da gerade auf Wache, passiert nichts. Juhuuuuuu…. So ist Segeln schön.
Tagsüber bemerken wir,
dass wir in Sachen Proviant nicht gut bestückt sind, haben wir am Sonntag ja
nicht einkaufen können und nun sind wir seit Sonntagnachmittag unterwegs. Wir
werden in Bastia anlegen, ich gehe sowieso gerne dort hin, werden einkaufen und
am Dienstag früh zum Festland weitersegeln. Nur, wir müssen in Bastia ankommen, bevor die Läden
zumachen.
Wir schaffen es um
1900 in Bastia anzulegen. Ich steuere direkt an den Platz, den ich vor 2 Jahren
schon mal belegt hatte. Kaum sind die Leinen fest, rennen wir zum Supermarkt und
verproviantieren uns. Wir hätten gar nicht so eilen müssen, der Laden ist bis
2000 offen. ( Einmal müssen sie offen haben, denn bis 1600 schlafen die
alle.)
Wir suchen irgendwo
Wildschwein zu essen, in Bastia um diese Jahreszeit ein unmögliches Unterfangen,
also drängt Christoph in ein Restaurant irgendwo in der Hintergasse. Es sieht
nicht schlecht aus, mir passt es aber nicht so richtig in die Nase, denn es hat
nichts Spezielles an sich. Ich esse dann auch wie Christoph das Menu, Cannelloni mit
Spinatfüllung usw., aber etwas lieblos.
Nach einem
Schlummertrunk mummeln wir uns in die Kojen. Die Heizung trägt viel zum
Wohlbehagen bei.
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19.4.05
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Um 0700 machen wir die
Leinen los. Eine gemütliche Fahrt der Küste entlang bis zum Cap
Corse.
Direkt am Cap so um
1100 gibt uns der Westwind die
Ehre. Mit regelmässigen 25 bis 35 Knoten
und Böen bis über 50 Knoten ( mehr können wir auf der Analoganzeige nicht
ablesen ) macht sich der Mistral alle Ehre.
Wir nehmen die Segel zurück und segeln im 3.Reff ( nur noch ein kleines
Stück Segel für Sturm gedacht ) im Genua und im Besan. Das Grosstuch
verschwindet komplett im Mast eingerollt. Leider müssen wir von unserem Kurs
Richtung Nizza etwas abfallen, denn die Wellen sind 3-4 Meter hoch und das Schiff ist zu schnell um direkt in die Wellen
zu fahren. So korrigieren wir den Kurs um 10-15 Grad und steuern Arenai an, von dort sind wir im März auch zur Überfahrt
nach Calvi gestartet. Nun segelt unsere
Samantha in ihrem Element. Den ganzen Tag durch
geht es auf und ab, vereinzelt nur schlägt eine Welle über das Cockpit und der
Speedometer zeigt dauern zwischen 8,5 und 9,5 Knoten an. Das ist eine AMEL !!!!! ( Böse Zungen sagen , die Amels seien
langsam, sollen sie doch mal so eine Überfahrt miterleben, kein Stress, keine
Gefahr, ruhige Fahrt und das bei diesem Tempo.) Wir sind
weit und breit alleine da draussen, nur ganz grosse Frachtschiffe gibt es
hin und wieder zu sehen. Mitten auf dem
Teich, nachdem der Windmesserzeiger wieder
einmal an die untere Markierung
geschlagen hatte, funktionierte das Gerät nicht mehr.
Trotzdem konnten wir
merken, dass gegen Abend , bereits in der Nähe der Küste und in der westlichen
Abdeckung , die Wellen kleiner wurden und der Wind langsam abnahm, soweit, dass
wir die letzten 3 Stunden den Motor anwerfen mussten. Ich war froh, dass es
etwas ruhiger wurde, denn schon den ganzen Tag, seit ich aufgestanden bin, hatte
ich ein ungutes Gefühl im Magen, so als wäre ich Seekrank. Ich war noch nie
Seekrank, kann nun aber mitfühlen, wie es sein muss, wenn man den ganzen Tag
dieses „ Kotzgefühl“ hat. Wie die See ruhiger
wurde, ging es mir etwas besser, doch ganz gut war es nicht. Ich legte mich erst mal
schlafen und kroch erst eine Stunde vor Anlegen wieder aus der Kabine. Um 1100
legten wir in Arenai an der Tankstelle an.
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20.4.05
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Ein kurioser Tag. Mir
macht der Magen immer noch Probleme. Jetzt weiss ich es, es waren die Cannelloni
in Bastia !
Mit Segeln ist erst
mal gar nichts, von 0800 bis gegen Mittag fahren wir die Küste entlang und zwar
so nahe, dass man wenigstens etwas sehen konnte. In Monaco wollten wir sehen, ob
uns der Welfenprinz vom Fenster im Spital zuwinkt. Nichts war. Nur viel
Helikopterbetrieb war, so dass wir spekulierten, ob er vielleicht schon das
Zeitliche gesegnet hat und nun die Saufkumpanen zur Kondolenz
einfliegen.
Um die Mittagszeit
erfasst uns ein Wind aus Osten, genau von
hinten, so dass wir mit vollen Segeln
im „Papillon„ ( Ein Segel links, das andere Rechts ausgebaumt ) der Küste
weiter entlang „ fliegen“.
Beim Eindunkeln erreichen wir die Bucht von St Tropez.
Plötzlich dreht der Wind um 180° nach Westen und wir müssen gegenan aufkreuzen.
Um Mitternacht legen wir in Hyeres an einer anderen Amel an. Auf dem Weg nach
Hyeres habe ich plötzlich Öl in der Bilge festgestellt und mir schien, dass der
Motor ein ungewöhnliches leicht metallisches Geräusch mache. Dies werde ich
morgen den Amel-Leuten zeigen.
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21.4.05
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Gleich in der Früh
kommt der Manager von Amel – Hyeres an Bord, begrüsst uns freundlich und weisst uns einen Platz im Hafen zu, wo
wir bis zum Wochenende bleiben können. Gemeinsam suchen wir nach der Stelle, wo
das Wasser eintritt. Ich hatte zwischenzeitlich mal einen Liter von diesem
Wasser abgekocht und war erstaunt, wie salzhaltig es war. Klar ist nun, dass es
Meerwasser ist, das ich in der Bilge gefunden habe und nicht Wasser, das aus
meinem Wassertank irgendwo leckt.
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22.4.05
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Heute kommt der
Mechaniker, schaut sich den Motor gründlich an und stellt fest, dass eine
Aufhängung gebrochen ist , und somit die hinteren Silentblöcke kaputt sind.
Dadurch hat der Motorrahmen das von mir
gehörte metallische Geräusch erzeugt. Bei der gebrochenen Aufhängung sind 2 Dichtungen futsch und dadurch der
Ölaustritt erklärbar. Er will alles
bestellen und nächste Woche wiederkommen.
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23.4.05
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Heute Abend kommen
Christophs Frau Sandra und meine Rita. Wir putzen und entfernen die Spuren der
Überfahrt um den Frauen einen gebührenden Empfang zu geben.
1700 ist es dann
soweit, das Handy klingelt, sie sind da. Ich hole sie auf dem Parkplatz ab, denn
wir sind nicht mehr an dem Platz, den ich noch in der Früh beschrieben hatte.
Wir mussten uns fürs Wochenende umverlegen.
Wir gehen am Quai
essen, super Lammhaxe.
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24.4.05
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Spazieren in der
Umgebung. Es ist Grossmarkt und wir kaufen für die nächsten Tage ein.
Christoph ist mit
Sandra weggefahren nach Marseille, Ihr Boot holen, wir wollen uns am Mittwoch
oder Donnerstag zum gemeinsamen Segeln
in Porquerolle treffen.
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25.4.05
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Heute kommt die
SAMANTHA so richtig unter das Messer. Mit den Technikern von Amel beginnen wir
systematisch nach dem Wassereintritt zu
suchen. Wir segeln hinaus und versuchen festzustellen wann und bei welchen
Gelegenheiten mehr oder weniger Wasser eintritt. Klar ist, wenn wir hart segeln,
dann kommt mehr als wenn das Boot flach im Wasser liegt. Mit dem Dosenbohrer machen wir Löcher in die
inneren Zwischenböden, ohne natürlich die Schale zu durchbohren. Wir wollen
nämlich den Wassereintritt finden und nicht das Boot versenken.
Gegen Abend sieht das
Schiff aus wie ein Schweizer Käse, überall Löcher, aber wir haben die Stelle
gefunden. Hinten unter dem Bett, genau über dem hinteren kleinen Kiel, an dem
das Ruderblatt befestigt ist ( dem Keck
).
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26.4.05
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Mittags kommt der
Elektroniktechniker vorbei und repariert den Windmesser, Eine Schraube war los,
alles schnell behoben.
Gegen Abend holen mich
die Amel-Techniker ab, wir fahren unter den Kran. Das Schiff kommt auf die
Böcke. Nun können wir sehen, dass bei der Erdungsplatte Wasser aus dem Keck
läuft, nämlich genau da wo es ins Schiff eindringt. Nur, kann durch dieses
kleine Leck ( eine Dichtung ist nicht ganz in Ordnung ) , soviel Wasser
eindringen, kaum zu glauben.
Ich bin froh, dass wir
die Heizung auch auf den Böcken benutzen können, denn nachts ist es noch ganz
schön kühl, auch wenn tagsüber ein T-Shirt langt. Hätte ich das doch nur schon
im März in Marseille gewusst, wäre mir einiges erspart geblieben.
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27.4.05
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Francis, ein Chef bei Amel, bringt die gereinigte
Erdungsplatte zurück und schraubt diese wieder an ihren Platz, Sowie er die
Schrauben richtig anzieht, bemerkt er , dass sich der Keck an der Nase öffnet.
Mit Werkzeugen wird nun der Spalt richtig aufgemacht, und dabei können wir
feststellen, dass bei der Naht ein ganzes Stück nicht richtig verklebt war. Bei
starkem Wind und hartem Segeln, drückte
das Ruderblatt auf den Keck, der sich unter dem Druck leicht verwindet und dabei
den Salt aufgedrückt hat. Der Wasserdruck, der durch die Fahrt erhöht wurde,
presste das Wasser förmlich in den Keck und nach oben ins Boot. Nun hatten wir
die Schadstelle, die schnell repariert werden kann. Morgen soll das geschehen.
Ich benutze die Warterei dazu, das Schiff aussen sauber zu putzen und frisch
einzuwachsen. Es ist schön ein grosses Schiff zu haben, aber wenn man es putzen
und wachsen muss, wäre eine Nummer
kleiner schöner.
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| 28.4.05 |
Xavier repariert alles
soweit und sehr professionell. Heute Abend geht SAMANTHA wieder zurück in ihr
Element. Rita und ich feiern die
„Wässerung“ im Thailändischen Restaurant am Hafen. Dort sind die Leute sehr Hundefreundlich. Unser Angi lag wie
üblich unter dem Tisch, schaute aber ständig zum Nachbartisch, wo ein ebenso
kleiner Hund neben Herrchen auf dem Stuhl sitzen durfte und ständig kleine
Häppchen zugeschoben bekam. Hätte der Hund längere Finger gehabt, hätte er ja
auch mit Stäbchen essen können wie wir.
Auf dem Heimweg zum
Schiff meint Angi, sie könnte selber vom
Quai aufs Boot hüpfen. Fazit war, dass ich blitzschnell reagieren musste, mich
auf den Bauch legen und Angi aus dem brackigen Hafenwasser ziehen. Rita hat sie dann gleich geduscht und das ölige
Wasser aus dem Fell gespült.
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29.4.05
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Vormittags kam
nochmals der Mechaniker vorbei und brachte alles mit dem Motor in Ordnung,
nachmittags verabschiedeten wir uns bei Amel, bedankten uns für den
Super-Service und segelten nach Porquerolle wo wir uns in der Bucht vor Anker
legten. Ungefähr 20 andere Boote lagen ebenfalls da, denn es war ein herrliches
Frühlingswochenende angesagt.
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| 30.4.05 |
Wir geniessen den Tag
mit Spazieren auf Porquerolle, eine Insel, die Ihrem guten Ruf betreffend
Schönheit wirklich gerecht wird. Schon
mehrmals lagen wir in der Bucht, aber die Insel haben wir das erste Mal
durchstreift, es lohnt sich.
Christoph und Sandra
sind nicht gekommen, sie mussten in Marseille umdrehen und zurück in den Hafen,
nachdem der Motor auf ihrem Schiff angefangen hat zu streiken. Luftblasen in den
Leitungen, das ist Gift für Dieselmotoren. Am Montag soll ein Techniker das
Problem beheben.
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