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SAMANTHA wartet geduldig am Steg

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Tosca und Leandra

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Andreas wartet auf das Komando "Leinen los"

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Erst müssen kleine Reparaturen vorgenommen werden. Ich hoch im Mast.

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Leandra wartet geduldig

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Tosca, ein Model ?

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Endlich wird gebaggert

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Altes Gerät, aber nützlich für die Freiheit

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Im Hafen hat es tausende von Fischen

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Die SAMANTHA bereit zum Auswassern

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Oh, das sieht aber ungewöhnlich aus !

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So einen Pelz, und das in nur 6 Wochen!

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Kein Wunder, dass das Schiff nicht mehr vorwärts wollte.

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Da drunter ist unser Ruderblatt !!!

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In Rom, im Petersdom

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Am Trevi Brunnen

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Ob uns die eingeworfenen Münzen das erhoffte Glück bringen ?

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Der Papst fährt vorbei

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Seit wir im
August zurück sind, habe ich mir so einige Teile, die ich
brauche, zusammen gehortet.
Von Amel wurden mir innert Tagen alle bestellten Teile
zugeschickt und von Pochon bekam ich ebenfalls
schnell die neue Windmessteile, die oben auf dem Mast installiert werden.
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26.9.08
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Es ist 2100
als bei mir das Handy klingelt. Andreas mit seinen beiden Töchtern warten
auf mich vor dem Haus.
Bepackt mit
einer Tasche Bettwäsche, die mir Patrick, nach seinem Urlaub, frisch gewaschen und gebügelt zurückgebracht hat,
einer Tasche mit den Ersatzteilen von Amel und
einer kleinen Tasche mit meinen Klamotten beladen, pfeile ich aus
dem Haus zum Parkplatz, wo alles ins Auto von Andreas verstaut wird. Kurzer
Abschied von Rita und los geht die Reise, dem Zugersee entlang nach Arth zum Gotthard und bis zur Grenze in Belinzona.
Nachdem der
Herr Zöllner erst einmal kurz durch die Scheiben geluchst hat, werden wir
gebeten, uns auf den Abstellplatz zu begeben und das Auto zu verlassen.
Vermutlich
hat der Herr Zöllner, unsere beiden jungen Begleiterinnen und insbesondere
die Ältere, Leandra, mit ihrer etwas popigen Aufmachung entdeckt. Da muss
man doch schon etwas genauer hinsehen. Ist ja OK, nur gleich mit dem
Drogenspürhund das ganze Auto zu durchstöbern, finde ich doch etwas happig.
Weder Andreas noch ich, so glaube ich wenigstens, haben einen Drogendieler-Look.
Na was solls. Leider hat der Hund kein Erfolgserlebnis feiern
können.
Weiter geht
die Fahrt nach Süden. Zwischendurch wechseln
Andreas und ich uns beim Fahren ab, die Mädels schlafen so
gut es geht, bis wir dann gegen Morgen bereits in der Region von Bari den
erwachenden Tag erleben.
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27.9.08
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Genau wie
geplant, erreichen wir Sibari ca 1000 in der
Früh. Die SAMANTHA liegt ruhig und sicher an ihrem Platz. Sofort
beginne ich mit den notwendigen Vorkehrungen, um das Schiff häuslich zu
machen und die Kabinen vorzubereiten. Draussen
ist es richtig warm und die Sonne lacht. Wir erst auch noch. Dann, im
Büro, wird mir klar gemacht, dass der Wasserstand bei der Hafeneinfahrt
knapp sei und wir womöglich nicht ausfahren können. Andreas mit
Töchtern soll erst einmal einkaufen gehen und absichern, dass wir in den
nächsten Tagen etwas zu Futtern haben. In der Zeit kann ich in Ruhe das
Schiff vorbereiten.
Abends
gehen wir in die Pizzeria, im Hafen, die ich kenne, denn alle
haben Hunger und Lust auf Pizza.
Autsch. Die
Pizzeria ist zwar offen und an einem Tisch neben uns sitzen vier
Franzosen, aber Pizza gibt es nicht, denn der Ofen ist im Garten und wird
um diese Jahreszeit nicht angeheizt. Spagetti sind auch gut und
stillen den Hunger, besonders dann, wenn sie mit einem tüchtigen
Schluck Rotwein hinuntergespült werden.
Nach dem
Essen fallen wir wie tot in die Betten.
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28.9.08
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Eigentlich
wäre heute Sonntag, aber im Hafen merkt man nichts davon, ausser dass am Nachmittag, Gaitano, der Hafenkapitän nirgends
zu finden ist. Andreas und ich reparieren den Motor ,
der das Grossegel aus dem Mast zieht und danach hisst er mich nach oben in
den Mast, um das neue Windmessgerät zu installieren.
Nachmittags
holen wir das Dingi aus der Bagskiste, pumpen
dies mit der neuen Elektropumpe auf, und fahren erst einmal zum Strand um
zu baden. Das Wasser ist herrlich klar und 24°C warm. Bei der Anfahrt
zum Strand haben wir dann zu wenig schnell reagiert, so dass sich das Dingi
quer in die Brandung legte und der nächsten Welle erlaubte uns voll zu
überspülen. So wurden auch Andreas und ich nass, obschon wir nicht geplant
hatten ebenfalls zu schwimmen. Am späten Nachmittag drehte der
Wind dermassen auf, und das noch aus östlicher
Richtung, dass die Hafeneinfahrt nun vollends zugespült wurde und an ein
Auslaufen nicht mehr zu denken war.
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29.9.08
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So gegen
0900 beginnt sich das Schiff ganz langsam mit Leben zu füllen. Es
wird Frühstück aufgetischt , die jungen Lady's müssen sich noch schminken und so weiter. Wir
haben ja Zeit, denn auslaufen können wir vorerst noch nicht. Ein Franzose,
der im August gleichentags wie wir in den Hafen einfuhr, wurde ungeduldig.
Er musste dringendst weg, denn er hatte einen fixen Termin in Korfu mit
seinem Boot. In der Kapitanerie, nur Achselzucken
und keine genaue Angaben darüber, wann man die an der Ausfahrt stehende
Maschine in Betrieb nehmen werde, um die Ausfahrt frei zu baggern.
Nachmittags
vertreiben sich die Mädels die Zeit mit Fischen, alledings
ohne uns den Abendtisch zu bescheren.
Nachdem
meine selbst gemachten Spätzli alle gut genährt haben, spiele ich mit
Leandra und Tosca das Kartenspiel "Phase 10 ". Wir haben so den
Plausch, dass wir kaum aufhören können und bis spät in den Abend hinein die
Karten klopfen.
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30.9.08
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Heute ist grosser Aufruhr im Hafen. Mehrere Segler wollen
ausfahren, können aber nicht. Aus der Kapitanerie
kommt ebenfalls nichts neues, ausser dass wir am Nachmittag mitgehen sollen, um unsere Unmut
bei einer organisierten Demonstration beim Bürgermeister vorzutragen.
Zusammen
mit den Hafenangestellten und dem Franzosen, der schon ganz hüppelig ist, fahren wir ins nächste Dorf zur
Bürgermeisterei.
Zusammen
sind wir 10 Leute, die vom Bürgermeister empfangen werden. Er hört sich die
verschiedenen Anliegen, die alle auf italienisch und in allen
möglichen südländischen Tonlagen vorgetragen werden an. Selber telefoniert
er dann mit irgend jemandem, der scheinbar sehr schwer von Begriff sein
muss, aber schliesslich nachzugeben scheint und
verspricht, morgen in der früh mit dem Baggern anzufangen. Aus dem Gespräch
geht hervor, dass die Gemeinde Lecce, genau das
gegenteilige Problem wie Sibari hat. Dort wird der Sand vom Strand
weggespült, wo in Sibari der Sand angespült wird. Nun will Lecce von Sibari ca 400'000
m3 Sand abkaufen und damit die Strände für die Touristen wieder anschütten.
Der Haken dabei ist, dass sich 2 süditalienische Gemeinden auf eine
gemeinsame Aktion einigen müssen und dies ist, ausser
es wäre für Pater Pio, ein an ein Wunder
grenzende Angelegenheit.
Wir warten
erst ab und sehen, was Morgen läuft.
Für heute
Abend wollen wir nochmals auf die Suche nach Pizza gehen. Im ersten
Restaurant, das zum Hotel in Sibari gehört, machen wir gleich rechts
umkehrt, denn der Speisesaal ist so voll mit Carreisenden (es stehen draussen mindestens 5-6 Cars) dass wir befürchten erst
eine Pizza zum Frühstück zu bekommen. Und zudem, romantisch ist der
Schuppen auch nicht.
In einem
Dorf, hoch oben in den Hügeln hinter Sibari werden wir fündig. Beim
Betreten des Restaurants, werden wir in perfektem Baslerdeutsch mit "
Grüezi mitenand" empfangen. Der
Besitzer war 15 Jahre in Basel und hat dort eine Pizzeria geführt.
Die Pizzas sind Klasse . Gefragt nach einem Hauswein , bringt er uns eine Flasche, von der er stolz
erzählt, dass der Inhalt ein Produkt des Hauses sei. Der so genannte Wein
ist nicht rot, nicht weiss, sondern leicht
rosarot. Wir nennen diesen, etwas dickflüssige Saft bei uns eher Likör als
Wein. Gut ist er, aber fährt unheimlich ein. Andreas und ich
sind uns einig, dass wir, falls wir diese Flasche killen, in keinem Falle
mehr im Stande sein würden, mit dem Auto sicher nach Sibari zurück zu
finden. Wir bestellen deshalb einen Roten, der mundet ebenfalls gut,
hat aber bestimmt nicht diesen hinterhältigen Touch, uns nach einem
Glas bereits aus den Socken zu heben. Die angefangene Flasche und noch 2
dazu, kaufen wir, wobei der Chef uns eine noch schenkt, und nehmen sie mit
für spätere Abende.
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1.10.08
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Brum brum brum...
Der Bagger ist tatsächlich dabei, die Einfahrt auszubaggern.
Heute werden wir ausfahren, und zwar so gegen 1500, wenn
die Flut am höchsten ist.
Den
Vormittag vertrödeln wir mit Allerlei. Gegen Mittag machen wir
schon einmal die Leinen los und verlegen uns an den Steg längsseits. Aber
was ist da los ?
Ich habe
keine Chance das Boot auf Touren zu bringen. Knappe 1800 Touren liegen drin
und die SAMANTHA bewegt sich kaum durchs Wasser. ich kenne das. Habe dies
schon einmal in Porto Cervo erlebt. Der Propeller
muss voller Muscheln sein. Aber, in diesem unappetitlichen und
undurchsichtigen Hafenwasser zu tauchen bin ich nicht bereit. Mit einer
Leine unter dem Schiff durch, versuchen Andreas und ich ,
den Propeller etwas von seinem Anhang zu befreien. Es gelingt nicht. Wir
werden ausfahren und hoffen, dass wir draussen
bei der Fahrt von dem Anhang etwas befreit werden.
Um 1500
heisst es "Leinen los
!" und wir starten. Wie eine gebrechliche Grossmutter
tuckern wir durch den Kanal. Gaitano weist uns
den Weg und so gehts, neben dem Bagger vorbei ins
offene Meer. Gut, dass der Wind nicht allzu stark blässt, denn gegen einen stärkeren Wind würden wir nicht
ankommen.
Nun, draussen, sollte ja alles Gut sein.
Gefehlt.
Mit einem schönen Wind von 10 Knoten, querab, bleibt unsere SAMANTHA fast
an Ort und Stelle stehen.
Der
Geschwindigkeitsmesser spielt verrückt, zeigt Mal 2 mal 5 Knoten
obwohl ich fühle, dass wir nicht richtig Fahrt machen. Das GPS zeigt dann,
dass wir mit 2 Knoten (Bei 10 Knoten Wind) dahindümpeln. Später, bei 15-20
knoten Wind erreichen wir eine Spitzengeschwindigkeit von gerade mal 5
Knoten.
Unser Ziel
ist unbestimmt. Ich weiss nur, dass wir nicht
weit kommen werden und dass in keiner Richtung ein schützender Hafen oder
eine Bucht uns für die Nacht aufnehmen kann. Wir werden am Sandstrand, draussen, Ankern müssen.
Nun stelle
ich auch noch fest, dass der Tiefenmesser seinen Geist aufgegeben hat.
Ankern bei Dunkelheit, in Strandnähe und das ohne Tiefenmesser, das ist
nicht mein Geschmack. Nach kurzem Eingreifen, in der vorderen Kabine unter
dem Bodendeckel, ist der Tiefenmesser gereinigt und zeigt brav wie viel
Wasser wir noch unter dem Kiel haben.
Bei 12 m,
sind wir noch gut einen Kilometer von Strand entfernt, setzen aber dennoch
den Anker mit vollen 60 m Kette. Der Wind steht noch immer bei 15 Knoten
und will einfach nicht Ruhe geben. Die, die es kennen, wissen, wie ein Boot
schaukelt, wenn es am Anker hängt und den vollen Schwell abbekommt. Meine
Gäste wissen es nun auch und können sich nun zu de "Erfahrenen"
zählen.
Ans Kochen , auch eines bescheidenen Gourmet-Menues ist im Moment nicht zu denken. Tosca
liegt flach und ist bös Seekrank. Leandra geht es gut und sie fühlt sich
wie ein Fisch im Wasser. Mit einer Büchse Ravioli kann ich die
Gemüter (ausser das von Tosca) besänftigen.
Ravioli
können so gut schmecken!
Zur
Sicherheit setze ich eine elektronische Ankerwache und gehe, nachdem ich
feststelle, dass der Anker sicher hält, zum Schlafen in die Koje. Andreas
bleibt bei seiner kranken Tochter im Cockpit und versucht sich ein wenig
auszuruhen. Leandra vorne und ich hinten schlafen mehr oder weniger
gut. Gegen Mitternacht stellt der Wind endlich ab, aber der Schwell bleibt
und verdirbt uns die Möglichkeit eines ruhigen Schlafes.
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2.10.08
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Heute ist
Donnerstag, das Wetter ist nicht besonders schön und zwischendurch tröpfelt
es sogar. Dort vorne, in Sibari scheint die Sonne. Wir entscheiden, heute
gemütlich zurück zum Hafen zu fahren und um ca
1500 wieder einzulaufen. Den ganzen Tag haben wir schöne
Segelbedingungen, nur kommen wir halt nur langsam voran.
Es ist
bereits 1600 als wir gemächlich in den Kanal einfahren. Gaitano,
der uns als "Pilot" begleitet, gibt mir ständig Zeichen, doch
etwas schneller zu fahren. ich quittiere seinen Wunsch nur mit einem
Achselzucken.
Wir legen
uns wieder längsseits an den Steg, denn morgen, so haben wir uns
entschlossen, nehmen wir das Schiff aus dem Wasser und werden uns auf den
Heimweg machen. In Napoli und Rom wollen wir Zwischenstops einlegen um etwas zu sehen.
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3.10.08
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Mein
Weckruf um 0800 wird zwar allgemein wahrgenommen, aber der Situation
nicht die notwendige Bedeutung zugesprochen, so dass ich mit den
Vorbereitungen fürs Auswassern etwas später als gehofft anfangen kann. Um
1100 stehen Mario und seine Kollegen bereit um die SAMANTHA an den Kran zu
nehmen.
Noch nicht bereit !
Wir verlegen
trotzdem unter den Kran und benutzen die Mittagspause der Arbeiter um noch
alles fertig zu machen.
Dann, um
1330 ist es soweit, die SMANTHA kommt langsam aus dem Wasser. Hui...
Was ich da sehe, ist etwas ganz neues. Soviel Bewuchs an meinem
Schiff habe ich nun doch noch nie gesehen und auch nicht erwartet. Das
etwas sein muss, war mir klar, nachdem die Geschwindigkeit nicht
gestimmt hat, aber das! Es sind sage und schreibe 5 cm
korallenähnlicher Befall.
Sofort
fangen die Arbeiter damit an, diese Korallen abzukratzen. Es geht gut weg.
Trotzdem, das muss ich nicht länger ansehen. Wir fahren los.
Die Fahrt
führt uns über die Berge von Calabrien nach Napoli. Hier parkieren wir mitten in der Altstadt
und beginnen unseren Minimarathon durch die Gassen. Noch sind alle Läden
offen aber die Restaurants zu. Es regnet und an allen Ecken stehen
eingewanderte Inder mit Bündeln von Regenschirmen zum Verkauf.
Es ist
knapp 1900 als wir ein nettes Lokal finden in dem man uns um diese frühe
Stunde schon willkommen heisst.
Wir dürfen
nun wenigstens im Trockenen sitzen und halt warten, denn auch hier ist man
nicht vor 1930 bereit Gäste zu bewirten. Dafür ist das Essen nachher sehr
köstlich und der Wein wäre gut, nur darf ich mich nicht zu sehr daran
laben, denn ich werde noch chauffieren bis Rom.
Noch ca 2 Stunden bis Rom, dann fängt die Hotelsuche an.
Wir haben
zwar unheimliches Glück, denn bereits im ersten Haus sind noch 2
Zimmer in der obersten (glaube 6.Etage) frei und günstig sind die auch.
Etwas skeptisch nehmen wir Stufe um Stufe. Es riecht zum Teil nach
nassem Hund, zum Teil nach Negerschweiss oder
Rauch.
Oben
angekommen, sind wir uns bald alle einig, das ist es nicht !
Weiter geht
die Suche. Bis Mitternacht haben wir so ungefähr 50% der Hotels in Rom kennen
gelernt. Andi zeigt, dass er ein Geduldsmensch ist. Überall nur
Absagen. Bei mir wird der Geduldsfaden bis nahe an die Zerreissgrenze gestreckt. Ich wäre lieber in der
1. Höhle gelegen , als hier eine nächtliche Site-seeing-tour durch Rom zu veranstalten, und dazu
noch mit ungewissem Ausgang. Hier ist noch eins: Andi geht
fragen, dort ist auch noch eins, Andi geht wieder fragen und so
geht es weiter.
Endlich,
Andi kommt mit einem Lächeln zum Auto zurück.
Es wäre
noch eine so genannte Suite, mit 4 Schlafgelegenheiten frei. Nicht ganz
billig, aber eben frei !
Ok, wir ziehen ein, nicht ohne vorher noch einen
kleinen Schlummerbecher an der Bar genehmigt zu haben.
Im Zimmer
muss erst noch das Kanapee bezogen und zu einem Bett umfunktioniert werden.
Die Beiden
Mädels teilen sich das Kanapee und Andi und ich machen es uns im grossen Doppelbett bequem.
Jeder
drückt sich auf seiner Seite an die Bettkante, so dass die gemeinsame Decke
wie ein Trampolin zwischen uns gespannt ist. Nun, ich bin es nicht gewohnt
mit einem anderen Mann im Bett zu schlafen, aber ich weiss,
Andi ist ein feiner Kerl und zudem bin ich so hundemüde, dass ich mich
einfach von ihm wegdrehe und schnell einschlafe. Andi nimmt mir das nicht
übel!
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4.10.08
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Im obersten
Stock liegt der Frühstücksraum. Wir treffen dort so nach und nach ein, denn
die Benutzung des Bades hat automatisch eine Staffelung des
Erfrischungszustandes aufgezwungen. Ich wollte als letzter ins Bad, da ich
nach alter Gewohnheit, gleich beim ersten Toilettengang in der Früh meinen Körper von allen Altlasten befreie.
Und da die Lüftung im Zimmer nicht nach neustem Stand der Technik gebaut ist, kann
ich keinem meiner Mitsegler die Morgentoilette zur Hölle machen.
Wir geniessen das Frühstück, danach steuern wir zur nahe
gelegenen Metrostation, lösen die Tickets und ab geht’s, direkt zum
Vatikan. Auf dem Weg zum Heiligen Ort, finden die Mädels noch einen Laden , in dem sie ihre popige Aufmachung , mit vom
Vater abgeluchsten Feriengeld ,
auffrischen. Leandra kauft sich ein weiteres Armband
mit Stacheln ( so sehen die
Halsbänder von Kampfhunden aus ) und Tosca ersteht einen etwas diskreteren
, schön verzierten Gurt, der von oben links nach unten rechts über den
Hintern getragen wird.
Erfreut
über die neueste Errungenschaft geht’s weiter in Richtung Heiliger Vater.
Wir haben
heute Glück, denn die Warteschlangen bis zum Dom sind höchstens für eine Wartezeit von 1 Stunde gut. Da habe ich letztes mal in Rom viel mehr Leute gesehen.
Bei der Eingangspforte
zum Vatikan trennen wir uns. Die Agazzis wollen
nach dem Dombesuch in die Stadt, ich meinerseits interessiere mich für das
Museum und die Sixtinische Kapelle, die ich letztes mal
wegen der zu langen Warteschlange ausgelassen habe.
Das Vatikan
Museum ist eine absolute Wucht. Was die da aus der ganzen Welt
zusammengetragen haben! Unglaublich! Und die Leute ! Es sind Tausende, die
da durch die nie enden wollenden Hallen und Gänge geschleust werden. Dagegen
ist jedes Stadtfest ein Jammer!
Nach dem
2-stündigen Durchgeschoben werden, wandere ich gemütlich durch das halbe
Rom zurück zum Hotel.
Auch die Agazzis sind eben angekommen und wir sind alle so
geschlaucht, dass wir uns eine verspätete Siesta gönnen, jedoch mit der
Auflage, um 1900 für den Abmarsch zum Essen bereit zu sein.
Am grossen Brunnen vorbei bummeln wir in den alten
Gässchen Roms und finden prompt ein gemütliches Lokal wo wir gut essen. Nach dem Essen haben wir alle das
Bedürfnis nach Schlaf und so geht’s auf direktem Weg wieder zurück unter
die Decke.
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5.10.08
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Heute ist
Reisetag. Wieder treffen wir uns beim Frühstück und gleich
danach fahren wir los. Es regnet in strömen. Rom, Mailand, Bellinzona.
Diesmal werden wir am Zoll durchgewunken.
An der nächsten Tankstelle müssen wir anhalten, denn Leandra
klagt über Unwohlsein.
Leandra ist es nun „kotzübel“ und das sieht man Ihr an. Zu Ihrem
schwarz-weiss-look passt nun auch ihr Gesicht. Sie tut einem
richtig leid. Irgend etwas beim Frühstück muss
wohl schlecht gewesen sein, denn bei Ihr kommt es überall heraus, wo der
Herr beim Menschen einen Ein-oder Ausgang
hingebastelt hat.
Die Fahrt geht weiter, von Tankstelle zu Tankstelle. Zu allem Übel stehen wir vor dem Gotthard
noch im Stau. Vorne sehen wir schon
die so dringend aufzusuchende Tankstelle ( mit
Toiletten) aber wir stehen und kommen nicht voran. Arme Leandra!
Der Gotthard Tunnel ist ebenfalls sehr lange, Auf alle Fälle
viel zu lange für unsere leidende Leandra, aber ein Halten ist unmöglich
und Toiletten oder Bäume gibt es auch nicht. Sie muss durchhalten und das
schafft Sie tapfer bis zur nächsten Raststätte.
Wenn sich der Zustand von Leandra weiter verschlechtert,
werden wir direkt in eine Spital fahren müssen. Gott
sei Dank, scheint es aber nach dem letzten
ergiebigen entleeren des Magens, etws besser zu gehen, so dass wir nun direkt bis Cham durchfahren können.
Hier verabschieden wir uns und ich freue mich mein Frauchen
wieder zu sehen.
Es war eine schöne und interessante Zeit gewesen, mit so
jungen Damen, die viel Freude gemacht und wieder einmal bewiesen haben,
dass die Jugend doch besser ist als oft ihr Ruf.
Die SAMANTHA wird nun
ihren Winterschlaf machen. Irgend einmal im
Frühjahr ist geplant, Sie in die Türkei zu verlegen.
Das wird dann wieder ein Männertrip von 8-10 Tagen !
Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Winterzeit, frohe
Festtage und ein gutes neues Jahr.
Euer Kapitän
Rudy
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